
Ernte 2026
Schlechte Maisernte 2026
Trockenheit, früh abgereifte Bestände und teilweise erhebliche Ertragsverluste: Die Maisernte 2026 stellt viele landwirtschaftliche Betriebe vor große Herausforderungen. Besonders dort, wo Niederschläge ausgeblieben sind, fehlt es nicht nur an Ertrag, sondern teilweise auch an Qualität. Für viehhaltende Betriebe kann das in den kommenden Monaten zu spürbaren Lücken in der Futterversorgung führen. Umso wichtiger werden alternative Futterkomponenten. Nebenprodukte können jetzt einen wertvollen Beitrag leisten.
Trockenheit hinterlässt deutliche Spuren im Mais
Nach zunächst guten Bedingungen zur Aussaat hat die anhaltende Trockenheit dem Mais in vielen Regionen stark zugesetzt. Besonders auf leichten und sandigen Böden konnten die Pflanzen den fehlenden Niederschlag nur schlecht kompensieren.
Die Folgen sind vielerorts deutlich sichtbar: kleine Pflanzen, schwach entwickelte Kolben und frühzeitig vertrocknete Bestände.
Wie unterschiedlich die Situation ausfallen kann, zeigt Nordrhein-Westfalen besonders deutlich. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer NRW hat die Maisernte dort in diesem Jahr ungewöhnlich früh begonnen. Teilweise unterscheiden sich die Bestände sogar innerhalb eines einzelnen Feldes erheblich.
Auch der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband berichtet von deutlichen Ertrags- und Qualitätsverlusten. Vor allem dort, wo seit Juni kaum Niederschlag gefallen ist, hat der Mais unter erheblichem Wassermangel gelitten.
Doch das Thema betrifft nicht nur Nordrhein-Westfalen. Auch in anderen Regionen Deutschlands haben Trockenheit, hohe Temperaturen und eine regional sehr unterschiedliche Wasserversorgung Einfluss auf Abreife, Ertrag und Qualität der Maisbestände.
Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet das: Die Futterversorgung für die kommenden Monate muss in diesem Jahr besonders genau geplant werden.

Weniger Mais bedeutet weniger Grundfutter
Die Situation ist vor allem für Rinderhalter relevant. Maissilage ist in vielen Betrieben ein zentraler Bestandteil der Futterration und liefert große Mengen an Energie.
Bleibt die Ernte hinter den Erwartungen zurück, fehlt deshalb nicht einfach nur Erntemenge auf dem Papier. Es fehlen ganz konkret Tonnen an Grundfutter für die kommenden Monate.
Für einen tierhaltenden Betrieb entsteht dadurch unmittelbar eine Versorgungslücke. Was eigentlich aus der eigenen Ernte kommen sollte, muss anderweitig beschafft oder innerhalb der Ration ersetzt werden.
Jetzt auf Nebenprodukte setzen
Gerade in solchen Jahren zeigt sich, wie wichtig es ist, bei der Fütterung nicht ausschließlich von klassischen Grund- und Kraftfuttermitteln abhängig zu sein.
Nebenprodukte gewinnen deshalb in diesem Jahr besondere Bedeutung.
Sie können dazu beitragen, vorhandene Grundfutterbestände zu strecken, fehlende Nährstoffe auszugleichen und den Bedarf an klassischen Zukauffuttermitteln zu reduzieren. Je nach Zusammensetzung der vorhandenen Ration können diese Futtermittel unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Nebenprodukte werden häufig noch als Ergänzung betrachtet, die vor allem dann interessant ist, wenn der Preis stimmt. Ein schwieriges Erntejahr wie 2026 zeigt jedoch, dass ihre Bedeutung wesentlich größer sein kann.
Wer auf unterschiedliche Futtermittelquellen zurückgreifen kann, macht seine Fütterung flexibler. Das kann gerade dann entscheidend sein, wenn die eigene Grundfutterernte deutlich geringer ausfällt als geplant.
Nebenprodukte können dabei helfen, drei zentrale Herausforderungen gleichzeitig anzugehen:
Futtermenge sichern:
Nährstoffe ergänzen:
Kosten im Blick behalten:

Vielfältige Nebenprodukte für unterschiedliche Einsatzbereiche
Frühzeitig rechnen statt später teuer zukaufen
Für Betriebe mit schwachen Maisbeständen ist es deshalb sinnvoll, nicht erst zu reagieren, wenn das Silo deutlich früher leer wird als erwartet.
Schon jetzt sollte kalkuliert werden:
Wie viel Maissilage wird tatsächlich eingelagert?
Wie hoch ist der Bedarf bis zur nächsten Ernte?
Welche weiteren Grundfutterbestände stehen zur Verfügung?
Und welche Nebenprodukte können sinnvoll in die Ration integriert werden?
Je früher eine mögliche Futterlücke erkannt wird, desto größer ist der Handlungsspielraum bei Beschaffung und Rationsgestaltung.
Denn wenn viele Betriebe gleichzeitig nach Alternativen suchen, können sich auch bei Nebenprodukten Verfügbarkeiten und Preise verändern.
Nebenprodukte verbinden Versorgungssicherheit und Kreislaufwirtschaft
Der verstärkte Einsatz von Nebenprodukten hat noch einen weiteren Vorteil.
Bei der Herstellung von zahlreichen Lebensmitteln entstehen Nebenströme, die weiterhin wertvolle Nährstoffe enthalten. Statt diese Rohstoffe ungenutzt zu lassen, können sie in der Tierfütterung weiterverwendet werden.
Damit leisten Nebenprodukte einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft: Vorhandene Nährstoffe werden genutzt.
Gerade wenn die Ernte auf dem eigenen Acker nicht die benötigten Mengen liefert, zeigt sich der Wert solcher Kreisläufe besonders deutlich.

Fazit: In einem schlechten Maisjahr werden Alternativen entscheidend
Die Maisernte 2026 macht deutlich, wie schnell Trockenheit die Futterplanung eines landwirtschaftlichen Betriebes verändern kann. Regional sind erhebliche Ertrags- und Qualitätsverluste zu erwarten beziehungsweise bereits sichtbar.
Für Betriebe mit knappen Maisbeständen sollte deshalb jetzt die Frage im Mittelpunkt stehen: Wie sichern wir die Futterversorgung für die kommenden Monate?
Nebenprodukte können ein wichtiger Teil der Antwort sein.
Sie sind weit mehr als Reststoffe oder eine kurzfristige Notlösung. Richtig ausgewählt und fachgerecht in die Ration integriert, können sie knappe Grundfutterbestände ergänzen, wichtige Nährstoffe liefern und klassische Futtermittel teilweise ersetzen.
Je knapper der Mais, desto wichtiger wird deshalb der Blick auf alternative Futterquellen.
Gerade 2026 können Nebenprodukte zeigen, was in ihnen steckt: wertvolle Futtermittel, die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und eine effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen miteinander verbinden.


